Blasmusik aus Herzen kürt den Sieger

machland-musikanten-krone-der-volksmusik Bombenstimmung beim oberösterreichischen Auftakt zur „Krone der Volksmusik“ in Garsten – und die Qual der Wahl für die Jury: 16 hervorragende Künstler stellten sich dem größten Nachwuchswettbewerb, den es hierzulande je gab, beklatscht und gefeiert vom begeisterten Publikum. Strahlende Sieger der Regionalauscheidung: die Machland Musikanten mit Blasmusik, „die aus dem Herzen“ kommt.

Den Sieg bei der von AKM, Yamaha und Knöbl-Records unterstützten „Krone der Volksmusik“ hätten alle verdient: Die Musikanten boten in der Schachnerhalle in Garsten Schmissiges zum Mitklatschen und Besinnliches zum Nachdenken. Und auch die Lachmuskeln wurden intensiv beschäftigt – der Schmäh lief.

Die „Beißzang“ mit dem Nudelwalker, die umschwärmte Dicke, der Alm-Höhi mit den Kuhglocken und der zottelige „Hössi“ – ein Stodertaler Pendant zum Ötzi – trieben ihre Späße auf der Bühne. Beachtenswert: Bei vielen Titeln handelte es sich um Eigenkompositionen und -texte. Die Oberösterreicher gaben damit imponierende Talentproben ab.

Keine leichte Aufgabe für die hochkarätige Jury: Nach ausgiebiger Beratung kürte sie schließlich die Machland Musikanten zum Sieger. Die Mühlviertler haben sich seit zweieinhalb Jahren der böhmischen Blasmusik verschrieben und zum ersten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen. Ihrem Sprecher Fritz Heigl fehlten vor Freude und Überraschung beinahe die Worte:

„Wir haben so viel Freude mit der Musik, das spürt man wahrscheinlich“,

bedankte er sich beim Publikum. Den zweiten Platz belegte der „Stodertaler Gaudiexpress“ mit dem „Hössi“-Lied. Dritter wurden die Oberwenger Spitzbuam. Ein Sonderpreis ging an „Jagabluat“ für die besinnliche Hymne an „Mein Dorf“.

Quelle: Kronen Zeitung vom Dienstag, 22. Oktober 1996

 

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